Kerasia ist ein kleiner Ort, der nördlich der Hauptstadt Korfu liegt und vermutlich unter den beliebtesten Ausflugszielen für geschichtlich interessierte Reisenden agiert.
Dominiert von einer Festung aus dem 13. Jahrhundert, prägt das Ortbild ein antik anmutender Dorfplatz, der in heutiger Zeitrechnung gerne als Treffpunkt der generationsüberschreitenden Bewohner genutzt wird. Die Festung entstammt einer venezianischen Bauweise, und diente seinerzeit als Sommerresidenz italienischer Adelsfamilien. Unterhalb dieser Burg, die vermutlich nie ihre eigentliche Bestimmung zur Feindesabwehr erfüllte, findet der Reisende eine Kirche die zu Ehren der Mutter Gottes erbaut wurde. Die Kirche trägt den klingenden Namen Kassopitra und wartet in ihrem Inneren mit wundevollen Fresken ehemaliger Kunstepochen auf, die ergänzt werden von den typischen Ikonen der griechischen Kunstfertigkeit.
Besonders schön ist in dieser Region neben den weißen Sandstränden das türkisblaue Meer, welches zum unbeschwerten Vergnügen einlädt. Zahlreiche Angebote vor Ort ermöglichen hier alle Wasservergnügungen, wobei man hier als Reisender auch die Möglichkeit erhält, mittels eines Kurses sowohl das Tauchen als auch die populäre Kunst des Wasserski fahren zu erlernen. Die angrenzende Bucht von Kerasia ist aufgrund ihrer Vielfalt an Meeresbewohner daher ein beliebter Ausgangspunkt für Taucher aus aller Welt, die hier eine besonders unberührte Unterwasserflora vorfinden. Zahlreiche schillernde Fischschwärme und friedliche Meeressäuger sind hier ebenso vorhanden wie die vermutlich einst prachtvoll anmutenden Flottenwracks die auf ihrer weiten Meeresfahrt hier versanken. Vielleicht entdeckt hier der ein oder andere Reisende bei der Erkundung einen wundervollen Schatz, wobei diese Betrachtung der einzigartigen Wasserwelt bereits eine wundersame Bereicherung dar stellt.
Nach einer solch ausgiebigen Erkundung und sportlichen Aktivität lohnt sich ein Besuch der Hafenpromenade mit ihren zahlreichen Restaurante, die seinerzeit mit ihren prachtvollen Blick auf das Ionische Meer vermutlich bereits den römischen Feldherrn Julius Caesar sowie Kaiser Nero beeindruckten. Hier befand sich nämlich bereits in der römische Antike ein großangelegter Hafen, der als Handelsplatz auf den Weg nach Rom genutzt wurde.
Text von Claudia Schleicher
