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Kassiopi

Die kleine Hafenstadt Kassiopi liegt im Nordöstlichem Teil der Insel Korfu und verspricht aufgrund ihrer guten Lage einen besonders erholsamen Urlaub. In diesem Ort, der verkehrsgünstig nahe der Hauptstadt Korfu liegt, offenbaren sich dem Reisenden alle Annehmlichkeiten der Moderne in einer historisch anmutendenden Stadtkulisse.

In einer malerischen Bucht eingebettet, befindet sich der Reisende hier nur einen Steinwurf entfernt von der albanischen Küste, die mit ihren Gebirgsformatierungen beeindruckt und direkt an das griechische Festland anschließt. So kann man während eines Urlaubes in Kassiopi die nahe gelegenen Regionen des Festlandes mit den gut ausgebauten Fährverbindungen optimal erreichen. Umgekehrt kann man natürlich auch bei einem Urlaub in Griechenland genauso einfach einen Abstecher nach Korfu machen, um Kassiopi zu besuchen.

In prähistorischer Zeit zählte die Stadt zu einem der wichtigsten Handelsplätze Korfus, und beeindruckt auch heute noch den Reisenden mit seinen geschichtlichen Zeitzeugen damaliger Epochen. So findet man nahe der Panajia Kirche die fundamentalen Reste eines Tempels zu Ehren des Göttervaters Zeus, der hier einst erbaut wurde. Der Legende nach erwies auch Kaiser Nero im Jahre 67 n. Christus hier Zeus seine Ehrung, in dem er ihm ein Lied vortrug.

Aber auch die heutige Kirche beeindruckt mit einer facettenreichen Vergangenheit. So wurde sie im 15. Jahrhundert von den feindlichen Türken zerstört und erst 90 Jahre später von den Venezianer in deren typischen Baustil neu errichtet. Im Inneren beeindruckt die Basilika mit ihrer klassischen Dreiteilung, die mit zahlreichen Fresken verziert wurde. An die ursprüngliche Bestimmung durch die Venezianer erinnert heute noch eine lateinische Inschrift über dem aufwendig verzierten Türbogen, wobei die Kirche jedoch dem griechisch -orthodoxen Glauben zugeordnet ist.

Ebenfalls betrachtenswert ist das erhaltenen Kastell, welches seit seiner Erbauung im 11. Jahrhundert das Stadtbild Kassiopi´s prägend dominiert. Vermutlich dem königlichen Reich Neapels entstammend erinnert es heute noch an deren Herrschaft und den legendären Seeschlachten im Jahre 1084 vor den Küsten Korfu´s.

Für den Reisenden, der ein Land in seiner traditionellen Form erleben möchte, empfiehlt sich eine Reise Anfang Mai, da hier zu Ehren der Heiligen Mutter Matron ein besonderes Fest zelebriert wird. Der Volkssage nach, wurde im 15. Jahrhundert ein junger Mann für einen Diebstahl mit Entzug der Sehkraft durch die damaligen Stadtvorsteher bestraft. Daraufhin brachte seine Mutter den blinden Jüngling in die Kirche Panajia, in der er die Nacht zum 8. Mai verbrachte. Am nächsten Morgen wurde der junge Mann von den Sonnenstrahlen lieblich geweckt, die er mit vollen Augenlicht wahrnahm und seit diesen Tag auch nie wieder verlor. Daher zollen die Bewohner des Ortes seit jeher der Schutzpatronin mittels einer festlichen Prozession durch die Gassen Kassiopis Ehrung, die dann in einem fröhlichen Fest mit Gesang und traditionellen Tänzen ausklingt.

Text von Claudia Schleicher